White Sands, eine weisse Gipsw├╝ste

Eines der grossen Naturwunder unserer Erde finden wir nahe dem St├Ądtchen Alamogordo in New Mexico.

Regen und Schnee haben aus dem Stein der umliegenden Berge Gips gel├Âst und in das Tularosa Basin geweht. Die dabei entstandenen wellen├Ąhnlichen D├╝nen aus Gipssand haben sich auf 275 Quadratmeilen ausgebreitet. Es ist das gr├Âsste Gipsd├╝nenfeld der Erde. Im White Sands National Monument ist nur ein kleiner Teil davon f├╝r Besucher freigegeben.

Eine 13 Km lange D├╝nenstrasse f├╝hrt vom Visitor Center in das Herz der D├╝nen. Am Ende der Zufahrt befindet sich ein riesiger Platz zum Parken mit zahlreichen ├╝berdachten Picknik Tables.

Von dort aus kann die W├╝ste zu Fuss erkundet werden. Allerdings kann die Orientierung schwierig werden wenn man tief in die W├╝ste hinein wandert. Durch D├╝nen, wie in einer Sandw├╝ste auch, ist die Sicht auf den Startpunkt nach einiger Entfernung nicht mehr m├Âglich.

Der Rest des Areals geh├Ârt zur White Sands Missile Range und dient milit├Ąrischen Zwecken. Oft wird der von Las Cruces nach Alamogordo f├╝hrende Highway wegen Rakententest f├╝r einige Stunden gesperrt.

Sp├Ąter Nachmittag und fr├╝her Morgen sind die fotogensten Zeiten in dieser W├╝ste. Leider wird der Besucher nicht vor 7 Uhr eingelassen, darf aber bis eine Stunde nach Sonnenuntergang bleiben.

Auf der Park Road gelangt man tiefer in die D├╝nenlandschaft. An einem grossen Rastplatz gibt es Tische mit Sonnenschutzdach f├╝r die Tagesg├Ąste. Weiter hinten endet dann die Road, man kann sein Auto parken und die D├╝nen zu Fuss erkunden.

Backcountry Campsite Trail

Bei unserem zweiten Besuch schafften wir es einen ├ťbernachtungsplatz im National Monument zu bekommen. Damals durften 5 Fahrzeuge innerhalb des Parks an einer vorgegebenen Stelle ├╝ber Nacht parken.

Von dort mussten wir mit unserer Nachtausr├╝stung zu einem vom Parkplatz aus zu sehenden Holzpfosten laufen. Dort angekommen war in einiger Entfernung ein weiterer Pfosten zu sehen. So stapften wir weiter durch teilweise tiefen Sand in den Sandd├╝nen bis der 5. Holzpfosten erreicht war.

Dort weitete sich die D├╝nenlandschaft zu einer kleinen Senke wo einige B├╝sche im Sand standen. Hier konnten wir unseren Schlafplatz f├╝r die Nacht aussuchen, das Zelt aufbauen oder auch nur auf einer Plane ├╝bernachten.

Wegen hoher Temperaturen hatten wir das Zelt im Auto gelassen und nur die Zeltfolie als Unterlage gew├Ąhlt. Nach 19 Uhr belohnte und ein sch├Âner Sunset f├╝r die M├╝he. Aber es sollte noch besser kommen. Gegen 23 Uhr wachte ich auf und entdeckte einen blutroten Mond der hinter uns ├╝ber dem D├╝nenrand stand. So etwas hatten wir bis dahin noch nicht erlebt, wundersch├Ân. (Leider lag das Stativ im Auto, auch die Hand war nicht vor den Augen zu erkennen).

Ein anderer Morgen, vor dem Fr├╝hst├╝ck, unterwegs in den D├╝nen auf Motivsuche. Erst nach 10 Uhr gab es dann Breakfast f├╝r den Photographer :-)

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